Erstes Buch
Das Jahr 1647 war ein seltsames Jahr, in welchem verschiedene Zeichen am Himmel und auf der Erde schwere Not und ganz außergewöhnliche Ereignisse zu verkünden schienen. Die Chroniken jener Zeit erwähnen, daß im Frühjahr unzählige Scharen Heuschrecken aus den sogenannten »wilden Feldern« hervorbrachen und alle Saaten sowie alles Gras vernichteten, welches Ereignis stets einen Überfall von seiten der Tataren voraussagte. Im Sommer gab es eine große Sonnenfinsternis, und gleich darauf erschien am Firmament ein Komet. In Warschau wurden sogar über der Stadt, zwischen Wolken schwebend, ein Grabdenkmal und ein feuriges Kreuz gesehen. Endlich kam ein so milder Winter, daß die ältesten Leute sich auf einen ähnlichen nicht besinnen konnten. In den südlichen Wojewodschaften stand das Eis gar nicht auf den Flüssen, sie traten aus ihren Ufern, weil sie durch den täglich frisch tauenden Schnee fortwährenden Zuwachs an Wasser erhielten. Dazu regnete es oft. Die Steppen waren aufgeweicht und wurden mit der Zeit mächtige Pfützen; gegen Mittag aber brannte die Sonne so heiß, daß es wie ein Wunder erschien. In der Wojewodschaft Brazlaw und in den wilden Feldern bedeckte ein junger grüner Flaum die Steppen bereits nach der ersten Hälfte des Dezember. Die Bienen in den Bienenständen summten und brummten, und das Vieh brüllte in den Gehegen. Während so in der Natur die Ordnung der Dinge umgekehrt