Chapter

»Esmeralda«

Das Städtchen, von dem ich in diesem Buche des öfteren sprechen werde, liegt irgendwo an der Bahnlinie zwischen Valparaiso und Santiago und heißt Plaza wegen getan, denn der Name klingt irgendwie nach besonnten Blumen und leuchtendem Grün. Von Miraflores führt eine bequeme Straße hinaus auf das Land, auf den Campo. Diese Straße beginnt mit einer Allee und heißt »Avenida de los Aromos«. Den Namen hat man ihr wegen der schönen Bäume gegeben, die rechts und links in regelmäßigen Zwischenräumen stehen und die Straße zur Blütezeit wie mit einem goldenen Bande schmücken. Am Ende der »Avenida de los Aromos« befindet sich ein Dörfchen. Dieses Dörfchen heißt »Quinta »Esmeralda«. Sie gehört meinem Onkel und ist der Ort, wo ich aufgewachsen bin. Esmeralda heißt Smaragd. Ich wüßte aber im Äußeren des Hauses wirklich nichts anzuführen, was ihm die Berechtigung 6 gegeben hätte, diesen schönen Namen zu tragen. Das Haus liegt dicht an der Landstraße und weist in der Front nichts weiter auf als eine lange weiße Mauer mit acht fest vergitterten Fenstern und darüber ein etwas vorstehendes, graues Ziegeldach. Die eiserne Wehr vor den Fenstern ist natürlich als Schutz gegen Einbrecher gedacht, denn in Perales gibt es schrecklich viele Diebe, aber da sie meist nur Hühner stehlen, weiß ich nicht recht, warum unsere Fenster eiserne Gitter haben. Neben dem Haus ist ein altes Holztor. Dahinter liegen

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