Chapter

Mimis Badereise

Mimi fängt an mager zu werden, Mimi wird blaß, Mimi langweilt sich. Maman ist in heller Aufregung; Spiridon Iwanowitsch räuspert sich immer bedenklicher und zieht die Stirn in immer finstrere Falten; Baby ist unartig und schreit aus vollem Halse … Dies ist in allgemeinen Zügen die Charakteristik von Mimis augenblicklichem Leben – und wie ließ es sich doch anfangs so schön an! … Unmittelbar nach der Trauung war das junge Paar damals ins Ausland gereist. Die Ärzte hatten Spiridon Iwanowitsch seit lange schon den Besuch eines Heilbades angeraten, und noch vordem er seine Braut kennen gelernt, hatte er den festen Plan zu einer Sommerreise ins Ausland gefaßt. Seine unerwartete Heirat änderte nichts an dem früher gefaßten Entschluß, und nachdem er einen dreimonatlichen Urlaub genommen hatte, reiste Spiridon Iwanowitsch mit seiner jungen Frau nach Vichy ab. Sie reisten mit allem nur denkbaren Komfort, und Spiridon Iwanowitsch war unterwegs so sorgsam und so aufmerksam, daß Mimi zugeben mußte, es ließe sich mit ihm noch besser und bequemer reisen als mit maman. Freilich war sie bei der Ankunft in Paris trotz alledem sehr ermattet, und vor allen Dingen so nervös, daß sie einen ganzen Tag lang aus dem Weinen nicht herauskam, und schon allen Ernstes überlegte, ob sie sich nicht das Leben nehmen solle, da, wie es ihr schien, ihr sonst nichts andres übrig bleibe. Paris war düster,

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