Erster Akt
(Ein freier Platz im Parke des Grafen von Wintersee. Rechter Hand ein Sommerhaus und eine Rasenbank. Im Hintergrund eine Bauerhütte.) Erste Scene. Peter (jagt einem Schmetterlinge nach, den er endlich mit dem Hute erhascht.) Aha! – Dich hab' ich erwischt. Ei, der ist gewaltig schön, roth und blau und gelb. (er spießt ihn an eine Nadel und steckt ihn auf den Hut.) Sapperlot! bin ich nun noch der dumme Peter? – mein Vater nennt mich immer ungeschickt; aber was gilts, den bunten Schmetterling hätte er nicht so flink erhascht? – Ja, er will immer so gescheit seyn, nichts kann ich ihm recht machen; bald red' ich zu viel, bald zu wenig, und wenn ich einmal mit mir selbst rede, so nennt er mich gar einen Narren. Ei, ich rede doch am liebsten mit mir selbst, denn ich verstehe mich am besten, und ich lache mich auch nicht aus, wie die andern wohl zu thun pflegen; das ist eine häßliche Gewohnheit. Ja, von Madam Müller mag ich's wohl leiden; denn da bin ich froh, wenn ich sie nur einmal lachen sehe, sie ist immer so traurig. – Na, Musje Peter, nun wollen wir Erdbeeren suchen, und Madam Müller soll die schönsten bekommen. – (er will gehen) Potz Velten! da hätte ich beinahe vergessen, warum ich kam. (er zieht einen Beutel hervor.) Sie hat mir ja befohlen, das Geld dem alten Tobies zu bringen – und nicht ein Wörtchen soll ich ausplaudern? – o ich bin stumm, wie ein Fisch. – Ja, schön ist