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Carl Jonas Ludwig Almquist

Carl Jonas Ludwig Almquist Wenn ein Fremder wissen will, wer die Poeten waren, die am vollkommensten schwedische Art in dichterische Form krystallisierten, antwortet jeder Schwede: Bellman und Tegnér. Man nennt auch Runeberg, aber mit dem Bedauern, daß er nicht ganz der unsere genannt werden kann. Wenn der Fremde eine Charakteristik des Verhältnisses unserer nationalsten Dichter zu der Zeit wünschte, in der sie lebten, wäre die Antwort vermutlich in Kürze diese: Bellman spiegelte seine Zeit unmittelbar und unbewußt, so wie die Wasserfläche spiegelt, er sang, wie die Vögel singen, unberührt von den Fragen der Zeit. Tegnér hingegen könnte man als den reichsten, volltönigsten Ausdruck der Kultur seiner Zeit und ihrer Verschmelzung mit dem Nationalgefühl unseres Volkes bezeichnen. Aber wenn der Fremde wissen wollte, ob Schweden keinen Dichter besessen hat, der mit beflügelten Schritten seiner Zeit vorauseilte, der sie mit tiefen Fragen aufwühlte, der mit grenzenloser Hoffnung die Zukunft prophezeite – da stünden wir stumm da, könnten wir nicht antworten: Almquist. Wenn dann der Fremde weiter fragte: Welche von euren jetzt lebenden Dichtern sind die Repräsentanten der geistigen Strömungen der Jahrhundertwende? so würden wir bald den einen, bald den anderen unserer jungen Dichter als Ausdruck der einen oder der anderen Seite des Lebens der Zeit nennen. Als ihr vielseitigster

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