Die kohlenlose Zeit
Selig der Mann, der überwunden hat. Nun sie hinter mir liegt, die schreckliche, die kohlenlose Zeit und Phöbus wieder warm vom Himmel lacht, läßt sich darüber sprechen. Die Dinge müssen immer erst Erinnerung werden, damit sie schön seien, und ich bedaure nur, daß sie nicht gleich als Erinnerung auf die Welt kommen. Kurz, eines Tages standen meine Öfen kalt und mürrisch wie Geheimräte, die man zu früh in Pension gesteckt hat, wie Generale, die noch in voller Kraft wären, wenn man sie nicht abbestellt hätte, und es blieb nichts übrig, als ins Badezimmer zu flüchten, wo sich ein kleiner Gasofen befand. Dieser Gasofen ist ein schmächtiger Jüngling. Selbst bei der größten Anstrengung vermag er nicht mehr als die Badekammer zu wärmen, die Begabungen sind ganz verschieden stark, und eine sanfte lyrische Natur wird einen kleinen Kreis von Genießern entzücken, aber kaum den Erdkreis überstrahlen wie Homer und Shakespeare. Trotzdem hockten wir vier um diesen allzu feinsinnigen Lyriker herum, dessen kleiner Rachen kupferig glühte, als sei es Daniels glühende Esse. Es war die Flucht- und Feuerstelle. Man siedelte sich an, aß hier, trank, nächtigte soweit es ging – und bemühte sich, in dieser gemäßigten Zone durchzuhalten. So weit hatte ich's gebracht. Wer im Frieden zur Sommerszeit in München war und sein Ungemach an der Hand der Überfüllung gemessen sehen wollte, erzählte, um Eindruck zu