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Vorwort

Von Erich Liesegang In den Gedichten Julius Mosens begegnet uns eines mit der Überschrift: »Denkspruch«; eben dieses hat der Dichter späterhin zu seinem Wahlspruch erkoren und es unter sein Bildnis gesetzt, das den ersten Band der noch von ihm besorgten Ausgabe seiner Werke ziert. In aller Heimlichkeit hatten die Freunde und Verehrer des edlen Dulders, den ein schweres, stetig fortschreitendes Leiden seit langen Jahren an Sessel und Bett gefesselt hatte, den Plan betrieben, eine solche Gesamtausgabe zu veranstalten; an die führenden Männer des deutschen Schrifttums hatten sie sich ebenso gewandt wie an die Turn- und Sängervereine, denen der Dichter des Liedes vom »Trompeter an der Katzbach« und des »Andreas Hofer« unvergeßlich war. Alle stimmten freudig zu, und so konnte Julius Mosen, der gar nichts davon ahnte, am Weihnachtsabend 1862 die frohe Botschaft übermittelt werden, daß schon 3000 mal auf die zu erhoffende Ausgabe seiner gesammelten Werke subskribiert worden sei. Dergestalt mehrten sich in den letzten Jahren vor seinem Heimgang (1867) die Beweise der Liebe und die Ehrenbezeugungen seiner deutschen Mitbürger diesseits und jenseits des Ozeans für den von Natur so heiteren Kranken, der dann in den Stunden hochgestimmter Genugtuung der Schmerzen vergaß und voller Ergebung in sein Geschick Gott in Versen von wunderbarem Wohllaut nur noch um einen seligen Tod bat (1866): Am

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