Siebentes Buch
Im englischen Original folgt hier der Untertitel: »Mr. Caxton upon Courage and patience.« (Mr. Caxton über Mut und Geduld.) » Was ist Muth?« sagte mein Onkel Roland, indem er sich aus dem träumerischen Zustande emporraffte, in welchem er versunken war, nachdem ich das sechste Buch dieser Geschichte in unserem Familienkreise vorgelesen hatte. »Was ist Muth?« wiederholte er noch ernster. Ist es Unempfindlichkeit gegen Furcht? Eine solche kann lediglich von der zufälligen Constitution des Körpers abhängen; und wenn dies der Fall ist, so ist das Verdienst, muthig zu sein, gerade so groß, wie das Verdienst, dieser Tisch hier zu sein.« »Ich freue mich sehr, dich so sprechen zu hören,« bemerkte Mr. Caxton; »denn ich möchte mich nicht selbst für einen Feigling halten, und doch bin ich zur Furcht sehr geneigt in allen körperlichen und moralischen Gefahren.« »Ach, Austin, wie kannst du so sprechen?« rief meine Mutter mit großer Wärme. »Hast du dich nicht erst vergangene Woche dem großen Stier entgegen gestellt, als derselbe Blanche und den Kindern nachstürzte?« Bei der Erinnerung daran schlich sich Blanche zum Stuhle meines Vaters hin und küßte, indem sie sich über seine Schulter beugte, seine Stirne. Mr. Caxton (ohne sich im Geringsten um diese Schmeichelei zu kümmern). – »Ich leugne nicht, daß ich mich dem Stier entgegenstellte, aber ich versichere, daß ich entsetzliche Furcht