Mein Freund der Mörder
»Nummer 481 geht’s nicht besser, Herr Doktor«, sagte der Oberaufseher in einem leicht vorwurfsvollen Ton, als er bei mir herein sah. »Vergessen Sie 481«, antwortete ich, ohne von den Seiten des ›Australian Sketcher‹ aufzuschauen. »Und 61 sagt seine Bronchien bereiten ihm Beschwerden. Könnten Sie nicht etwas für ihn tun? « »Der ist doch schon eine wandelnde Apotheke«, sagte ich, »Er hat bereits alles intus, was die britische Pharmazeutik zu bieten hat. Ich glaube, seine Bronchien sind so gut wie ihre.« »Nummer 7 und 108 sind immer noch krank«, laß der Aufseher von einem blauen Zettel vor. »Und 28 hat gestern aufgehört zu arbeiten. Er sagt er bekäme Seitenstechen beim Heben von Gegenständen. Wenn es Ihnen nichts ausmacht, dann sehen Sie mal nach ihm, Herr Doktor. Und dann auch noch 81 – der, der John Adamson umgebracht hat – er hatte wieder eine schreckliche Nacht, er schrie und brüllte und war nicht zu beruhigen.« »In Ordnung, ich werde später nach ihm sehen«, sagte ich, warf meine Zeitung achtlos beiseite und schenkte mir eine Tasse Kaffee ein. »Ich nehme an, sonst ist nichts zu berichten, Aufseher?« Die Aufseher trat ein wenig näher. »Verzeihen sie, Herr Doktor«, sagte er in einem vertraulichen Ton, »aber ich glaube 82 ist ein wenig erkältet, das wäre doch ein passender Vorwand für Sie, ihn zu besuchen und sich vielleicht ein wenig mit ihm zu unterhalten.« Ich wollte gerade