1. Kapitel. Der dreizehnte Mann.
Ich weiß, daß sie nachts wiederkommen werden. Sie hoffen darauf, daß ein einzelner Mann ein Korallenriff unmöglich tagelang verteidigen kann, sie rechnen auf meine Übermüdung, auf eine Überrumpelung, vielleicht auf eine gut gezielte Kugel. Es sind elf farbige Burschen und Herr Fritz Linggeser, Polizeichef a. D. der freien Südseerepublik Francislan. In dem Blute dieses Dutzendpiraten kocht die Gier nach dem Inkagolde der versunkenen Insel Malmotta, von der bei Flut nur die wenigen Nordriffe übrig sind, bei Ebbe drüben im Süden noch eine schmale Felswand und davor drei Gräber. Es sind zwölf Narren. Das Gold versank mit der Insel, aber sie glauben mir nicht. Ich habe mit Herrn Linggeser, dessen schmieriger Tropenhelm vorhin ein paar Luftlöcher erhielt und von dem blonden Schopf lustig in die See flog, des längeren verhandelt. Der Kerl ist nicht zu überzeugen. Und nun hockt die Bande dort nach Osten zu hundert Meter weg mit ihrem großen Kriegskanu hinter dem letzten Riff und … wartet. Komplette Narren! Ich sage zu Men Huleb, der neben mir hinter den Randfelsen unseres Korallenwürfels liegt: „Du bist nur ein Mantelpavian, mein lieber Men, aber du hast mit deinen vier Greifhänden und mit deiner Hundeschnauze vor denen da eines voraus: Du verachtest das Gold! Eine Banane ist dir lieber als ein Goldbarren. Und dies mit Recht. – Was tun wir mit der Sippe?!“ Freund Men kratzt sich hinten