Chapter

Vierter Streich

Also lautet ein Beschluß: Daß der Mensch was lernen muß. — Nicht allein das A-B-C Bringt den Menschen in die Höh'; Nicht allein im Schreiben, Lesen Übt sich ein vernünftig Wesen; Nicht allein in Rechnungssachen Soll der Mensch sich Mühe machen; Sondern auch der Weisheit Lehren Muß man mit Vergnügen hören. Daß dies mit Verstand geschah, War Herr Lehrer Lämpel da. — — Max und Moritz, diese beiden, Mochten ihn darum nicht leiden; Denn wer böse Streiche macht, Gibt nicht auf den Lehrer acht. Nun war dieser brave Lehrer Von dem Tobak ein Verehrer, Was man ohne alle Frage Nach des Tages Müh und Plage Einem guten, alten Mann Auch von Herzen gönnen kann. — — Max und Moritz, unverdrossen, Sinnen aber schon auf Possen, Ob vermittelst seiner Pfeifen Dieser Mann nicht anzugreifen. — — Einstens, als es Sonntag wieder Und Herr Lämpel brav und bieder In der Kirche mit Gefühle Saß vor seinem Orgelspiele, Schlichen sich die bösen Buben In sein Haus und seine Stuben, Wo die Meerschaumpfeife stand; Max hält sie in seiner Hand; Aber Moritz aus der Tasche Zieht die Flintenpulverflasche, Und geschwinde, stopf, stopf, stopf! Pulver in den Pfeifenkopf. — Jetzt nur still und schnell nach Haus, Denn schon ist die Kirche aus. — Eben schließt in sanfter Ruh' Lämpel seine Kirche zu; Und mit Buch und Notenheften, Nach besorgten Amtsgeschäften, Lenkt er freudig seine Schritte Zu der heimatlichen Hütte,

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