Billy und Jimmy
Am buschreichen Ufer einer der weiten Prärien am Unterlauf des Kimarron-Flusses lagerten an einem heissen Frühherbsttag etwa achtzig Rothäute, die soeben von Norden her einer dem anderen folgend zu Fuss durch die grasreiche Savanne gekommen waren - waffenlos, ohne Pferde, nur ausgerüstet mit Steinbeilen, die sie sich aus Not höchst primitiv hergestellt hatten. Diese achtzig Apachen samt ihrem Oberhäuptling Mattari, dem starken Büffel, waren vor einer Woche weiter nördlich hauptsächlich durch das Eingreifen des berühmten Trappers Felsenherz und seines roten Bruders, des Komanchenhäuptlings schwarzer Panther, gezwungen worden, sich zu ergeben und unter Verlust ihrer Pferde und Waffen den Heimweg nach ihren Dörfern am Rio Pecos zu Fuss anzutreten. Mattari, der den Kriegsnamen starke Büffel mit Recht verdiente, da seine hühnenhafte Gestalt ungeheure Kraft verriet, schaute jetzt finster zu, wie seine Krieger den Bach durch einen Damm von Strauchwerk absperrten, um so in dem trocken gelegten Bachbett die hier reichlich vorhandenen Fische leichter fangen zu können. In der Brust des Apachenhäuptlings, der nach dieser Niederlage bei den Seinen sehr an Ansehen eingebüsst hatte, keimten von Tag zu Tag blutigere Rachegedanken auf. Ein unauslöschlicher Hass gegen Felsenherz und den schwarzen Panther liess ihn stets neue Rachepläne entwerfen, die jedoch vorläufig sämtlich undurchführbar