Chapter

I.

»Es lebe die Zukunft!« Mit diesen Worten schloß Graf Rudolf Dotzky seine Tafelrede. »Und aus diesem Glase,« fügte er hinzu, indem er den Champagnerkelch an die Wand warf, daß er klirrend zerschellte, »darf kein anderer Trunk mehr gemacht werden, und heute, zu meines Erstgeborenen Tauffest, soll auch kein anderer Toast mehr gesprochen werden als dieser: Es lebe die Zukunft! Nicht unserer Vätersväter – wie die alte Phrase lautet – wollen wir trachten, uns würdig zu zeigen, sondern unserer Enkelsöhne ... Mutter« unterbrach er sich – »was ist Dir? ... Du weinst? ... Was siehst Du dort?« Baronin Martha Tilling hatte ihre großen schwarzen Augen, die so seltsam von dem weißen Haare abstachen, und aus welchen ihr jetzt zwei große Tränen über die Wangen rannen, starr nach dem Garten gerichtet, der vor der offenen Terrassentür lag. Was sie dort sah, war ein Halluzinationsbild, das oft in ihren Träumen auftauchte: ein alter Mann – ihr Mann, der im Abendsonnenschein mit einer Gartenschere Rosenbäumchen stutzt. Sie hatten einst, die glücklichen jungen Eheleute, von ihrer fernen Zukunft gesprochen: »Weißt Du, Martha, wenn ich einmal über die Siebzig bin und für das Weltgetriebe nicht mehr tauge, da werde ich mich meiner Liebe zu den Blumen hingeben und Gärtnerei betreiben.« – »O, ich sehe Dich vor mir, ein Hauskäppchen – nicht etwa von mir gehäkelt, derlei grauenvolle Arbeiten mache ich nie

Connection lost

Reconnecting to the server…

Reconnect failed. Trying again in seconds.

We couldn't reconnect to the server. Retry, or reload the page.

The session was paused by the server.

The session couldn't be resumed. Please reload the page.