Erstes Kapitel. Mondlicht auf dem Fußboden
Was war während der Nacht geschehens Das war Anne’s erster Gedanke, als die Sonne am nächsten Morgen in ihr Zimmer schien und sie weckte. Sie erkundigte sich sofort bei der Magd, die aber nur über das berichten konnte, was sie selbst erlebt hatte. Es war aber nichts vorgefallen, was sie, nachdem sie zu Bett gegangen war, gestört hätte. Ihr Herr sei, wie sie glaube, noch in seinem Zimmer und Mrs. Dethridge sei in der Küche beschäftigt. Anne ging in die Küche hinunter. Hester war, wie gewöhnlich um diese Zeit, damit beschäftigt, das Frühstück herzurichten. Die leisen Spuren von Erregung, welche Anne, als sie diese zuletzt gesehen, an ihr wahrgenommen hatte, waren verschwunden. Ihre starren Augen blickten wieder stumpf vor sich hin, ihre ganze Haltung war wieder von der gewöhnlichen, leblosen Unbeweglichkeit. Auf Anne’s Frage, ob während der Nacht irgend etwas vorgefallen sei, schüttelte sie langsam mit dem Kopf und machte mit der Hand langsam eine verneinende Bewegung. Aus der Küche tretend, sah Anne Julius im Vordergarten und ging zu ihm. »Ich glaube«, sagte er, »ich habe es Ihrer rücksichtsvollen Schonung zu verdanken, daß ich heute Nacht einige Stunden der Ruhe pflegen konnte.« »Es war fünf Uhr heute Morgen, als ich erwachte. Ich hoffe, Sie haben keine Ursache gehabt, es zu bereuen, daß Sie mich haben schlafen lassen. Ich war in Geoffrey’s Zimmer und fand ihn unruhig; eine