Nicht Reparieren Nur Dasein
Als Omas alter Hund Bruno starb, war ich sehr traurig.
Bruno war alt gewesen. Er war langsam gewesen. Er hatte eine besondere Decke und einen besonderen Napf und eine Art, seine Nase gegen deine Hand zu drücken, die hieß: Ich bin hier, und du bist hier, und das reicht.
Als er nicht mehr da war, fühlte sich das Haus groß an.
Ich weinte an Mamas Bein. Ich weinte in der Küche. Ich weinte beim Zubettgehen, obwohl ich gerade vorher noch Zähne geputzt hatte.
Mama sagte nicht: „Sei nicht traurig."
Sie sagte nicht: „Es ist okay."
Sie sagte: „Ja."
Sie sagte: „Ich vermisse ihn auch."
Sie setzte sich mit mir auf den Boden. Der Boden war kalt. Wir blieben beide dort.
Eine Weile war die Traurigkeit das Größte. Sie hatte ihre eigene Form, wie ein schwerer Schal um meine Schultern.
Nach einer Weile war sie kleiner. Nicht weg. Nur kleiner. Wir aßen einen Keks. Wir sagten nicht viel.
Mama sagte: „Sie kommt manchmal wieder. Die Traurigkeit. Das liegt daran, dass wir ihn sehr lieb hatten."
Ich nickte.
Die Traurigkeit kommt immer noch manchmal wieder. Sie ist ein Teil davon, wie groß meine Liebe zu Bruno war.
Manchmal ist Traurigkeit kein Problem zum Lösen. Manchmal sitzt die Traurigkeit einfach bei dir, und du sitzt bei ihr, und das ist, was nötig ist.