Chapter

Vorwort des Verfassers

Ein guter Freund von mir, der diesen Roman im Manuskript las, ist der Meinung, dass jedes Buch von Bedeutung ein Vorwort haben sollte. Ein einleitender Tusch von Signalhörnern, der das Nahen der Prozession verkündet, errege Aufmerksamkeit, glaubt er, und stimme das Gemüt zu einer erwartungsvollen Haltung. Hätte er nun angeboten, diesen heraldischen Fanfarenstoß für mich erklingen zu lassen, so wäre ich der Peinlichkeit überhoben, meine eigene Trompete zu blasen. Würde ich mein Kettenhemd der Selbstschätzung überstreifen und mit naiver Freimütigkeit meine Überzeugung hinausschmettern, dass dies ein äußerst bemerkenswerter Roman realistischen Typs sei, könnte ich die Kampfkraft des gesamten Kritikerheeres in die Schranken fordern und das Risiko eingehen, von einem besonders abenteuerlustigen Kämpen niedergestreckt zu werden. Weil ich dies zu vermeiden wünsche, lasse ich die Trompeten weg und singe des Augenscheins halber in aller Bescheidenheit: » Pastorem, Tityre, pingues Pascere oportet oves, deductum dicere carmen.« Virgil, Ecloga VI, 4f.: »Ein Hirt, o Tityrus, weidet / Billiger Schafe sich fett, und singt ein gedämpfteres Liedlein.« (Übers. v. Joh. Heinr. Voß, Des Publius Vergilius Maro ländliche Gedichte. Zweiter Band. 2. Aufl. Altona 1830. S. 3.) In der Tat ist dies teilweise eine ländliche Geschichte, bar jeglicher sensationellen Ereignisse, und so geziemt es mir, mich mit

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