Maha Guru. Zweiter Theil
Maha Guru. Zweiter Theil. Geschichte eines Gottes. Von Carl Gutzkow Stuttgart und Tübingen, J. G. Cotta'sche Buchhandlung. 1833. Lauter rothe Füchse sehet, Schwarze Raben sehet ihr, Böse Zeichen, wo ihr gehet; Freunde, wohin gehet ihr? Laßt uns bleiben, laßt uns bleiben, Weil zurück die Zeichen treiben! Schi-King. Wer einem Reisenden, dessen Wegen wir noch weiter zu folgen gedenken, auf der Landstraße begegnete, und das geübte Auge eines Menschenkenners besessen hätte: welche Auslegung würde dieser wohl dem gemessenen Ritte, dem ängstlichen Blicke, der scheuen Rede desselben gegeben haben? Leute, deren Beobachtungsgabe nicht weiter reicht, als wo sie eine Abweichung von ihrer hergebrachten Sitte bemerken, einen Löffel falsch gehandhabt, einen Gruß sonderbar erwidert sehen, waren in der That schon oft von dem eigenthümlichen Benehmen unsers Reisenden überrascht worden. Wo er einen Ort verließ, sahen ihm die Bewohner mit langen Gesichtern nach, steckten die Köpfe zusammen, und verwunderten sich über die auffallenden Anomalien von dem landesüblichen Herkommen, welche sie an dem Fremden bemerkt hatten. Der Eine behauptete, jener Merkwürdige habe Messer und Gabel ganz natürlich am Leibe gewachsen gehabt, und alle die ihn gesehen, gaben ihm darin Beifall; denn er hatte durchaus nach einem Besteck nicht gefragt, und sich ohne weiteres der langen Fingernägel zum Zerschneiden und Halten