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Erstes Kapitel: Hannover und die Sehnsucht nach Afrika

Madumas Vater Universitas Deutsche Verlags-Aktiengesellschaft Berlin [1928] Mitten in Deutschland, in einer so untropisch deutschen Stadt wie Hannover, hatten Schukrins sechs Jahre lang Afrika gespielt. Vater Schukrin, der als Missionar bei den Schwarzen »Bwana Kitabu« geheißen hatte, »Herr Heiliges Buch«, konnte es sich nicht abgewöhnen, statt Straße »Barabara« zu sagen, statt Mahlzeit »Chakulla«, sich auf die »Kitanda« zu legen, wenn er müd war. Frau Schukrin sprach das schönste Norddeutsch mit spitzem St und Sp, wenn sie Kaffeegesellschaft hatte und ihr schwarzseidenes Kleid trug, das alte, ererbte und zwanzigmal umgearbeitete. Aber in der Küche ging noch alles in der Negersprache. »Ich bin mein eigener Mpischi« sagte sie, wenn sie kochte. »Lete Bilauri ya Massiva« rief sie ihrem Rudi zu, wenn er ein Glas Milch holen sollte. 10 In die Schule ging Rudi wie ins ferne Ausland. Er war in Latein schon bei Julius Caesars gallischem Krieg, fand aber den Krieg in Afrika, an dem sein Vater vier Jahre lang teilgenommen, als gemeiner Soldat, er der alte Pfarrer tausendmal interessanter und kannte ihn besser in jeder Einzelheit. Wie die Soldaten auf einsamem Posten Grashütten gebaut, von Wildfleisch und Maismehl gelebt, wie sie aus einer bestimmten Grasart Salz gewonnen, wenn die Zufuhr stockte, in Termitenhaufen ihre Backofen gegraben und Maisbrot gebacken hatten, das alles wußte er

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