Madame und ihre Zwölf
Vor dem letzten Hindernis zögerten die beiden Männer und blickten die Lichtung hinunter nach dem fernen Wäldchen. Die Golfjungen zeigten aufgeregt auf einen Gegenstand, der nächst der Zielflagge unbeweglich auf dem sanften Rasen ruhte. »Seht mal!« »Ein Mann!« »Er ist tot!« Die Spieler hielten an und überlegten. Sie waren Partner, die seltsam voneinander abstachen. Mr. Edgar Franks, ein älterer, untersetzter, kräftiger Mann, mit einem vollen, nur leicht angegrauten, blonden Haarschopf, war ein amerikanischer Millionär, der die schönste Villa im ganzen Umkreis von Antibes sein eigen nannte. Armand Toyes, ein großer, hagerer Jüngling, kam gelegentlich auf seinem Motorrad von seinem Heim hinter den Hügeln von Cagnes hergefahren. »Liegt der ausgerechnet auf dem Platz, wo meine Kugel landen sollte,« stieß Mr. Franks ärgerlich hervor. »Das heißt, wenn es überhaupt ein Mensch ist.« – »Mag es nun ein Mensch sein oder ein Lumpenbündel,« meinte sein Partner, »ich fürchte sehr, wir müssen uns hinbemühen oder die Jungen hinschicken. Probieren wir's erst mit einem Anruf.« Die beiden erhoben ihre Stimmen, und der Warnungsruf des Golfers schallte durch die sonnenhelle Stille des Aprilmorgens. Auf dem Rasen rührte sich nichts. »Wir müssen doch hinunter und nachsehen,« brummte der Amerikaner. Die beiden schritten an einem mit gelben Blumenbüscheln übersäten Wiesenstück entlang und machten sich