Vorwort des Autors
Edmund Hall starb, wie sich vielleicht mancher noch erinnern wird, vor ein paar Monaten. Er war eines der Opfer jener fatalen Grünspanvergiftung im Zuchthaus, die alle Zeitungen einmütig beklagten. Nur dem ungewöhnlichen Gedächtnis eines Journalisten ist es zu verdanken, daß Edmund Halls Name unter den vielen Namen der andern Gefangenen, die mit ihm zugleich umkamen, aus der Totenliste hervorgezogen wurde. Das tragische und nie ganz aufgeklärte Ereignis, das den einstmals so berühmten Gelehrten ins Gefängnis brachte, war hier in Manhattan schon so gut wie vergessen. Unter den biologischen Bruchstücken und Anekdoten, die in Anlaß des Todesfalles in den Zeitungen standen, befanden sich auch einige kleine Züge von dem Mörder, die der obenerwähnte Reporter zufällig von einem Gefängnisaufseher erfahren hatte. Es ging daraus hervor, daß Edmund Hall ein braver, ordentlicher Gefangener gewesen war, pflichtgetreu bei seiner Arbeit und reinlich in seiner ganzen Aufführung. Das Verbrecheralbum zeigte die bekannte Physiognomie, nur ein wenig dadurch verändert, daß der hohe, pentagonale Schädel auf Sträflingsart kurz geschoren war, so daß der Kopf einer Spitzgranate glich. Hall gewöhnte sich auffallend schnell an die Gefängnisdisziplin, er machte seine täglichen Spaziergänge auf dem Hofe, die Hände auf den Schultern des Vordermannes, die des Hintermannes wieder auf seinen eigenen, als sei