Chapter

Zur Erinnerung an Franz Pocci

Diese, in den vorliegenden sechs Bändchen enthaltenen dramatischen Dichtungen unseres nun heimgegangenen Grafen Franz Pocci entstanden alle für das Münchener Marionetten-Theater. Sie entsprachen den Bedürfnissen und der Leistungsfähigkeit desselben und wurden ihm so zu sagen auf den Leib geschrieben. Sie gingen alle über die Bretter dieser Bühne und bewiesen sich immerdar als zugkräftig und wirksam. Das genannte kleine Theater hat eine eigene Geschichte, welche hier füglich erzählt werden darf. Bekanntlich führte der Generalmajor Karl Wilhelm von Heydeck nicht allein in Spanien und Griechenland das Schwert, sondern in seinen stillen Stunden auch den Stift des Zeichners und den Pinsel des Malers. Eine große Anzahl interessanter Genreund Schlachtenbilder existiren von seiner Hand. Zu seines Herzens und seiner Freunde Belustigung schuf derselbe ein allerliebstes Miniatur-Theater, welches, mit allen technischen Requisiten versehen, nicht allein das vollendete Abbild einer großen Bühne, sondern in der ganzen Ausstattung und Scenerie ein wahres Kunstwerk von des Malers eigner Hand war. Darauf agirte er mit den zierlichsten Puppen sowohl die eigenen Kinder seiner poetischen Laune, als auch die dazu verfaßten Dichtungen seiner Freunde. Allein die Lust und Liebe verrauschte daran und bald stand das zierliche Ding bestaubt und vergessen in einem Winkel seines Hauses, bis er es eines

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