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Den Kranz auf!

Den Kranz auf! daß mit breitem Ringe Der Rebe grünes Laub euch rund Das sorgenfreie Haupt umschlinge Zu Zier und Zeichen unserm Bund! Wenn sein Geflecht sich kühl und bauschig Beschattend um die Stirne biegt Und an die Schläfen leicht und lauschig Die schöngezackten Blätter schmiegt, Da schauen gleich noch eins so helle Die Augen drunter vor, da kommt Das rechte Wort noch mal so schnelle, Das einer guten Stunde frommt. Denn wisset, volle grüne Ranken, Weinlaub zumal, ums Hirn gelegt, Macht frisch und freudig die Gedanken Und Sinn und Seele froh bewegt. Drum Kranz auf! daß zu Gunst geneigter Ihr meinem Sang die Ohren spitzt, Zu glauben dünket angezeigter Dem, der bekränzt beim Weine sitzt. Und kann auf Erden wohl zum Dichten Ein bessrer Ort als dieser sein Und zum Erzählen von Geschichten? Bedenkt, Gesell'n, – wir sind am Rhein! Romantik ist ja hier zu Hause, Treibt ihren Zauber aus und ein, Durchglänzet tags Palast und Klause, Geht nächtens um im Mondenschein. Im Kreuzgang spuken Mönchsgespenster, Auf Türmen Ritter ohne Ruh, Aus jedem alten Bogenfenster Winkt eine Geisterhand euch zu. Nie kommt ihr aus dem Kreis der Sage, Fahrt ihr den Rhein zu Berg, zu Tal, Euch mahnt bei jedem Ruderschlage Am Ufer ein bedeutsam Mal. Da schauen in des Stromes Spiegel Die Zeugen der Vergangenheit, Und alles hat mit Brief und Siegel Schicksal und Urkund alter Zeit. Efeubewachsne Steine reden,

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