Die Schritte Zurueckverfolgen
Lukas schloss die Augen. Er stellte sich vor, er sähe sich selbst, wie einen kleinen Film. Er begann nach der Mittagspause.
Nach der Mittagspause hatte er seinen Ranzen aus der Garderobe geholt — wegen der Mathestunde, weil sein Matheheft drin war.
Nach Mathe hatte er — ja — das Matheheft im Ranzen gelassen, weil er eine Hausaufgabenseite mit nach Hause nehmen sollte.
Er hatte den Ranzen mit zur Kunst getragen. Sie hatten Kunst nach Mathe.
In Kunst hatte er seine Tasche auf den Boden neben seinen Hocker gestellt. Er konnte sie in seinem Kopf sehen: die Tasche auf dem Boden.
Dann war die Glocke gegangen. Dann Schulschluss.
Er war in die Garderobe gegangen.
Moment.
Er war in die Garderobe gegangen — um seinen Mantel zu holen. Aber sein Ranzen war bei ihm in Kunst gewesen.
Hatte er den Ranzen aus Kunst mitgenommen? Oder hatte er ihn neben dem Hocker gelassen?
Lukas öffnete die Augen.
„Mama. Ich glaube, ich habe ihn im Kunstraum gelassen."
„Können wir die Schule anrufen?"
„Ja."
Seine Mama rief in der Schule an. Herr Halpern hob ab. Er sagte, er würde nachsehen.
Ein paar Minuten später rief er zurück.
„Er ist da. Auf dem Boden neben einem der Kunsthocker."
„Danke", sagte Lukas' Mama.
Sie legte das Telefon auf.
„Lukas. Was musst du morgen, wenn die Kunststunde vorbei ist, als Erstes machen?"
„Meinen Ranzen mitnehmen."
„Genau. Wir holen ihn morgen früh ab. Heute