Chapter

Die Sucher

Im Jahre vierzehn gingen zu Graz an einem Frühlingstage ein paar junge Leute den Weg der drei Magier aus dem Morgenlande. Sie wollten und mußten den Heiland finden und sie suchten ihn zu Graz, wo alles Wunderliche möglich ist. Der Heiland war verkündigt worden durch Herrn Lukas Rabesam, der ein liebes altes Kind war; ein ewiger Phantast und ein Mensch von so rührender Güte, daß ihm glaubte, wer ihn sah und hörte. Herr Lukas Rabesam, der liebe Wanderchrist, hatte es in Salzburg, in Bozen und in München, wo er bei Freunden herum zu wohnen pflegte, verkündigt, der Herr Jesus müsse wiederkommen und zwar bald; und das sei eine ausgemachte Sache, die vollkommen wissenschaftlich begründet wäre. »Nämlich: Was man Götter nannte, das war als tatsächliche Kraft vorhanden, solange man sie glaubte. Denn die Götter waren Willensströme. Negativpolspannungen. Physikalische Gemeinsamkeitsströme des Volksverlangens. »Was man Gott nennt, ist immer da, wenn man es anruft, und ist in jener Form da, in der man es will. Denn Gott ist ein Induktionsstrom der menschlichen Sehnsucht. Er gibt jedem, was er verlangt. Dem Mammonsdiener tut er seinen Willen als Elektrizität, dem gläubigen, großen Kinde als Ahnungskraft. Er hat Millionen Formen; er ist, was und wie Ihr ihn wollt in seiner grenzenlosen Güte, und straft Euch nur, wo Ihr selber Euch straft. »Jetzt aber ist die Zeit abermals faul geworden; die

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