Vorwort
Es sind ungefähr vier Jahre verflossen, seit ich vor dem Publikum als Verfasser einer Dichtung auftrat, welche ich damals als meine wahrscheinlich letzte bezeichnete; allein üble Gewohnheiten sind stärker als gute Vorsätze. Gil Blas verläßt Fabricio in dessen Hospital, vollkommen überzeugt von dem Jammer, den sein poetisches Talent ihm bereitete und mit dem feierlichen Versprechen, einem so undankbaren Berufe zu entsagen, um ihn – am nächsten Morgen in voller Glut der Begeisterung zu finden, indem er seine verzweifelte Laufbahn mit einem Lebewohl an die Musen wieder antritt; – die Anwendung ergibt sich von selbst. Indeß muß ich gestehen, daß ich seit längerer Zeit den Wunsch genährt habe, in irgend einem Werke die seltsamen und geheimen Wege zu schildern, mittelst deren jener Urherrscher der Civilisation, den man gemeinhin »Geld« nennt, sich in unsere Gedanken und Motive, unsere Herzen und Handlungen eindrängt, indem er ebensowohl auf diejenigen, die seinen Werth unterschätzen, als auf jene, die seine Bedeutung überschätzen, einwirkt, und nicht minder im Verschwender Tugenden vernichtet, als im Geizigen Laster erzeugt. Allein während ich meinen Abschied vom Beruf eines Novellisten halb andeutete, war ich der Meinung, daß sich die angeführte Idee am besten zu einer Bearbeitung für die Bühne eignete. Nach einigen unveröffentlichten und unvollkommenen Versuchen, um meinen Plan zu