Vorspiel und Zitate
Literatur oder Man wird doch da sehn Magische Operette in zwei Teilen 1921 Verlag »Die Fackel«, Wien – Leipzig Mit einer Notenbeilage (Musik nach Angabe des Verfassers) Das Verständnis der Vorgänge erschließt sich nur jenem Leser, der den »Faust« so gut kennt wie der Dichter der magischen Trilogie »Spiegelmensch«, zu deren Kenntnis die folgenden Zitate ausreichen mögen: Spiegelmensch Ich finde, wie ich so durchs Dunkel steure – Nach Wein riecht's weniger als nach Vater-Säure. Thamal So wird es immer wieder Tag und Nacht! Das, was ich wähnte, hab ich nicht vollbracht, Im Herzen schleimen schon des Zweifels Maden, Die Sprungund Triebkraft leidet an Verdickung. Der scharfe Wille kommt zu Schaden, Der Glaube an Erwählung, Tat und Schickung, Den du in ferner Nacht mir suggeriert, Asthmatisch schrumpft er hin. Der Mensch laviert Fad, zuchtlos, indolent und ohne Steuer. Die Tat kommt nicht! Kaum kommen Abenteuer, – Und bestenfalls hat man sich amüsiert. Spiegelmensch Dein Pathos, o Thamal, ist immer noch groß. Im heroischen Blankvers bist du famos. Dritter Bewunderer Und wahrst dabei durchtrieben und genau der ältern Meister strengen Strophenbau. Mönch Du bist geweiht, so wirst du erleben! Thamal Ich will sterben. Spiegelmensch Gut! Sterben! Aber wozu? Der alte Spruch wird gerne umgepflanzt, Wenn rings Revolten durch die Städte blitzen. Das Erbe, dem du nicht entgehen kannst,Ermord