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Vorwort des Verfassers

Es gibt vielleicht kein anderes Land, dessen Geschichte so wenig für eine poetische Ausschmückung sich eignet, als die Vereinigten Staaten von Nordamerika. Die Kunst des Bücherdrucks war schon seit den ersten Zeiten der Niederlassung in allgemeinem Gebrauch und es gehörte stets zu der Politik wie früher der Provinzen, so jetzt der Staaten, die Verbreitung gründlicher Kenntnisse zu ermuntern. So gibt es weder eine Periode gänzlicher Dunkelheit, noch selbst der Dämmerung in den amerikanischen Annalen. Alles ist nicht allein bekannt, sondern auch so wohl und allgemein bekannt, daß der Phantasie kein Spielraum mehr zur Verschönerung übrig gelassen ist. Zwar ist die Welt auch hier bei Beurtheilung des Charakters von Individuen in ihren gewöhnlichen Irrthum verfallen, indem sie die hervorragendsten und zugleich verständlichsten Seiten derselben als Führer benutzte, um eine Harmonie zu begründen, auf welcher sie fast immer bestehen zu wollen scheint, während doch Alle, welche die Menschennatur gründlich studirt haben, recht wohl wissen, daß oft gerade die entgegengesetztesten Eigenschaften in einer Brust beisammen wohnen. Doch ist es Pflicht für den Dichter, diesen Irrthümern zu willfahren; denn nicht leicht gibt es einen Fehler, der seiner Strafe sicherer wäre, als der ist, welchen ein Schriftsteller begeht, wenn er seine Leser zu belehren sucht, während sie nur unterhalten seyn

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