Wolfgang Menzel
Aus Gutzkows Antwort auf die Angriffe Wolfgang Menzels Ich – Ich – Ich werd' es nicht dulden – Ich – Ich werd' es nicht zugeben! Wer ist dieses Ich? Ein Student, der vor fünfzehn Jahren nach der Schweiz floh, weil man ihm die Ehre antat ihn für gefährlich zu halten. Diese polizeiliche Überschätzung seines Wertes war die erste Quelle von Menzels späterem Übermute. Die Klugheit milderte seine Ausschweifung. Er wurde von flüchtigen Patrioten besucht, die von ihm Hülfe und Schutz verlangten, und nichts als Spott dafür bekamen, die von ihm mit seiner gewöhnlichen, aus seiner immensen Geschichtserfahrung abstrahierten Phrase regaliert würden: Liebe Leute! bedenkt doch! als wenn unter diesen Verhältnissen irgend etwas andres zu bedenken gewesen wäre, als die Hingebung an alte Gelübde und Beteuerungen. Diese Unzuverlässigkeit ging damals mit der Absicht um, sich auf die Literatur zu werfen. Bei einiger Dreistigkeit ließen sich hier glänzende Resultate erringen. Claurens unsterbliches Genie, Gustav Schillings Unübertrefflichkeit, die Kritik eines Müllner, Friedrich Kind mit seiner Riesenharfe, der titanenhafte Humor eines Karl Müchler – was für Lorbeeren ließen sich hier erringen! Welch ein Mut gehörte dazu, die Literatur der Restaurationsperiode mit der Walpurgisnacht zu vergleichen, wo die unsaubern Geister auf den Besenstielen ihrer vernachlässigten Schreibart einen wüsten Lärm