Lena
Spielt auf dem Lande. In einer katholischen Gegend Suddeutschlands. Altmodisch eingerichtetes Herrenzimmer in einem Nebengebaude einer grossen Fabrikanlage. Vorfruhling. Nachmittag. Magdalena (Lena) hat im Zimmer irgend Arbeit. Daniel tritt ein und tut, als ob er nur zufallig auf Magdalena trafe. Lena sieht ihn an. Und sagt dann unterdruckt: Warum lauft ihr mir immer noch nach! Daniel herrscht sie an: Du bildst dir also ein, dass ich dir immer noch nachlauf? Lena ist eingeschuchtert. Daniel ungeschickt motivierend: Ich wollt doch nur schaun, ob nicht mein Schwager Lena hat sofort wieder die Oberhand. Aber sie dampft den Ton ihrer Stimme soviel als moglich: Dann lauft ihr mir doch immer noch nach! ihr wisst so gut wie ich, dass euer Schwager nach dem Pfarrhaus hinubergegangen ist. Daniel nach einer kleinen Weile: Du sollst recht haben, ich lauf dir immer noch nach! Und wieder nach einer kleinen Weile etwa wie ein eigensinniger, verzogener Bub. Erst bist du mir nachgelaufen, jetzund lauf ich dir nach! Lena: Erst war ich euch nachgelaufen? Redt solche Sachen nicht wieder! Erst war ich euch nachgelaufen? Und nun noch gedampfter. Ihr habt euch schmeichlerisch-fein herangemacht! Gar sehr schmeichlerisch-fein! Und wie ihr gar so schon habt tun konnen. und weil ihr gar so schon getan habt Daniel: Was du sagst! Ich hab also gar so schon getan? Lena nicht anklagerisch, sondern gerade und