Chapter

Erstes Kapitel. Der erste Winter im neuen Amte.

Diesmal klopfte mir das Herz, als meine Schule begann. Ich wußte nun, daß es einem fehlen könne in einer Schule, auch wenn man sich noch so geschickt glaubt; daß also das Gelingen in einer Schule nicht von der Geschicklichkeit des Lehrers allein, sondern von seinem Betragen, von der Art und Weise, wie er sich in und außer der Schule gibt, abhängt. Daß meine Gelehrsamkeit nicht weit her sei und mein Unterricht selbst eine Stümperei, das sah ich noch nicht ein. Ich begriff noch immer nicht, wie man von einem Schulmeister verlangen könne, daß alle Kinder sollten rechnen und schreiben lernen, und noch viel weniger fiel mir ein, daß die Kinder lernen sollten, selbst zu setzen, daß sonst das Schreiben ihnen nichts nütze. Ich begriff noch gar nicht, wie man eine Schule in Klassen abteilen und so gar vieles möglich machen könne, was bei der alten Unordnung unmöglich schien. Als man anfing, eine ganze Klasse zusammen im Takt lesen zu lassen, zu furchtbarem Ohrenzwang für alle, welche nicht kalbslederne Trommelfelle hatten, da glaubte man, eine Entdeckung gemacht zu haben, über welche aus man nicht mehr könne, auf die das tausendjährige Reich bald folgen müsse. Hatte ein Kind der Bevorrechteten aufgesagt, so sagte man ihm: Du kannst jetzt schreiben; und zu den andern: Lerit. Von einer eigentlichen Stundenabteilung war keine Rede; darum wurde und wird sie noch an vielen Orten für

Connection lost

Reconnecting to the server…

Reconnect failed. Trying again in seconds.

We couldn't reconnect to the server. Retry, or reload the page.

The session was paused by the server.

The session couldn't be resumed. Please reload the page.