Chapter

Drittes Buch - I. Kapitel

Jasmin, den ich, als ich nach Hause kam, verhörte, gestand, er habe gestern der Versuchung des Andayer Liqueurs nicht widerstehen können. Er hatte ihn so gut gefunden, dass er zu wiederholten Malen davon getrunken hatte. Die um ein Viertel geleerte Flasche hatte er mit gewöhnlichem Wasser wieder angefüllt und war dann ausgegangen, um meine Aufträge zu besorgen. Ich wunderte mich nicht mehr, dass er Alles verkehrt gemacht hatte, und verzieh ihm seine Unredlichkeit wegen seines aufrichtigen Geständnisses. Ich vergaß indes nicht, was ich Sophien versprach, und da es sehr wahrscheinlich war, dass die Marquise, erstaunt darüber, mich nicht gesehen zu haben, zu mir schicken würde, so schärfte ich Jasmin ein. Niemand zu mir einzulassen, als meinen Vater, Rosambert und meinen Hofmeister. »Gnädiger Herr, wenn aber Fräulein Justine kommt?« »So wirst Du ihr sagen, dass ich nicht da sei.« »Wenn Frau Dutour? der Vicomte von Florville? –« »Ich bin nicht zu Hause.« »Ah, ah!« »Bleib in meinem Vorzimmer, damit Niemand hereindringt, und schicke zu meinem Maler, er möchte sogleich zu mir kommen.« Der Künstler kam Nachmittags und fieng mein Bild an; den andern Morgen gieng er mit mir ins Kloster, um das meiner geliebten Sophie zu entwerfen. Bei diesen Sitzungen kam die Unterhaltung auf die schöne Dorothea. Sophie begriff nicht, wie ein junger Mann in Gegenwart seiner Geliebten eine andere Frau

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