Erstes Kapitel: Der Krieg im Süden
Während in den Jahren 1779 und 1780 sich die beiden feindlichen Armeen beobachtend und unthätig im Norden gegenüber standen, war der Krieg im Süden mit Erbitterung und wechselndem Erfolge geführt worden. Schon Ende 1778 hatte Clinton eine Expedition nach Georgien gesandt, Savannah genommen und einen Theil seiner Truppen in Georgien und Süd-Carolina gelassen. Der Besitz dieser Staaten war für die Engländer von der äußersten Wichtigkeit, weil er bei deren natürlichem Reichthum an Lebensmitteln und Fourage gute Vorrathskammern abgab, den Amerikanern einen großen Theil ihrer Anfuhren abschnitt und ihrem Einfall in Florida vorbeugte. Den Streifund Verheerungs-Zügen, welche die Engländer in's Innere unternahmen, setzte die heiße Jahreszeit bald ein Ende. Beim Eintritt des Winters 1779 bis 1780 schiffte sich Clinton indessen selbst nach dem Süden ein und belagerte zu Anfang 1780 Charleston, das sich schon im Mai unter Lincoln übergeben mußte. Dieser Erfolg der Engländer hatte die Unterwerfung von ganz Süd-Carolina zur Folge. Cornwallis, dem Clinton bald nach der Einnahme Charleston's das Commando übergeben hatte, drang nun ungehindert in's Land vor, und stand seinem Marsche bis Virginien kein Hinderniß entgegen, wenn der Kongreß nicht sofort eine neue Armee und einen neuen tüchtigen Feldherrn zur Unterwerfung der bedrängten südlichen Staaten absandte. Bei dieser drohenden Gefahr waren