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Berg

I. Der Gotthard als Reiseziel In anderer Absicht und mit anderen Gefühlen bereist man den Gotthard als die übrigen Schweizer Gebirge. Wohl ist auch hier Ruhe, Einsamkeit und köstliche Alpenluft zu finden, nicht weniger als anderswo, aber auch nicht mehr; wohl bietet auch der Gotthard Naturschönheiten ersten Ranges, doch kaum eine, welche, für sich allein genommen, nicht ebenbürtige oder überlegene Nebenbuhler hätte. Wenn die Erwartung des Gotthardfahrers sich höher spannt, wenn der Reisemut desjenigen, der eine Fahrkarte nach Lugano löst, sich steigert, wenn die Augen zu leuchten beginnen, sobald der Zug südwärts abbiegt, so beruht das zum weitaus größten Teil auf jener geistigen Mittätigkeit, die zwar im Grunde in jeden Naturgenuß hineinspielt, die sich indessen nirgends so lebhaft und so unabweislich einstellt wie auf der Gotthardstraße. Der Gotthard ist vor allem ‹interessant›, wie der stereotype Ausdruck lautet. Begleitende Nebengedanken nennt mans, Hauptsache ist es. Was ist es denn, was der Überwindung eines Gebirgspasses einen besondern Reiz verleiht? Das Vorausempfinden der jenseitigen Landschaft, welche in die Phantasie des Wanderers herüberleuchtet, – die erhebenden Gefühle des Mittelpunktes, des Überganges, der Wasserund Völkerscheide, – das gesteigerte Gegenwartund Ortsbewußtsein und eine Menge anderer Motive mehr, die unvermerkt einen jeden beeinflussen; um so

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