Neunter Theil
Die Auftritte, welche auf dem Verdeck stattgehabt und die wir zu schildern versucht, hatten, wie man leicht begreift, in dem großen Saale ihr Seitenstück gefunden. Die außerordentliche Bewegung des Schiffes, das Heulen des Sturmes, das Rollen des Donners, die eiligen Manövers, Nelsons Fragen, Henrys Antworten – nichts war den erlauchten Flüchtlingen entgangen. Ganz besonders aber in dem Augenblick, wo das Schiff, aus den Klippen hervorkommend, jenen furchtbaren Windstoß empfangen, der es beinahe ganz auf die Seite gelegt, hatten der König, die Königin und Emma Lyonna selbst geglaubt, ihr letztes Stündlein habe geschlagen. Die schräge Richtung des »Vanguard« war von der Art gewesen, daß die Kugeln aus ihren zwischen den Geschützen stehenden Behältnissen gefallen waren und, mit furchtbarem Getöse das Zwischendeck entlang rollend, durch diesen inneren Donner, den man sich nicht erklären konnte, den Passagieren den abenteuerlichsten Schrecken eingejagt hatten. Was den armen kleinen Prinzen betraf, so haben wir gesehen, was er während der Ueberfahrt gelitten hatte. Die Seekrankheit war bei ihm bis zum Paroxysmus gestiegen. Bei jeder heftigen Bewegung des Schiffes war er von fürchterlichen Krämpfen befallen worden, die um so schmerzhafter waren, als er seit dem Morgen dieses Tages sich geweigert hatte, etwas zu sich zu nehmen, selbst nicht aus der Hand Emma's, obschon er fortwährend