Chapter

Sechster Theil

Die wenigen Augenblicke, welche vergingen, bis, nachdem der Commandant Don Roberto sich entfernt, der Gefangene eintrat, wurden von dem Fiscalprocurator dazu angewendet, daß er ein Richtergewand über seine gewöhnlichen Kleider warf, eine ungeheure Perrücke, welche nach seiner Meinung seinem Gesichte Majestät verleihen sollte, auf seinen magern, langen Kopf und auf diese Perrücke wiederum eine viereckige Mütze setzte. Der Protokollant begann damit, daß er die beiden mit einem N bezeichneten Pistolen und den Brief der Marquise von San Clemente als Ueberführungsbeweise auf den Tisch legte. Dann schritt er zu derselben Toilette, welche sein Vorgesetzter gemacht, natürlich mit Beobachtung des Rangunterschieds, das heißt, sein Gewand war enger, seine Perrücke weniger umfangreich und sein Barett weniger hoch. Hierauf nahm er an dem kleinen Tische Platz. Der Marquis Vanni setzte sich an den großen, und da er ein ordnungsliebender Mann war, so schob er das vor ihm liegende Papier so zusammen, daß kein Bogen über den andern hervorragte, überzeugte sich, daß Tinte in dem Fasse war, untersuchte den Schnabel seiner Feder, spitzte ihn mit einem Federmesser, egalisierte die beiden Spitzen durch Abkippen auf dem Nagel, zog aus seiner Tasche eine mit dem Porträt des Königs geschmückte goldene Tabatière, stellte sie so, daß sie ihm bequem zur Hand war, weniger um daraus zu schnupfen, als damit

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