Chapter

Eine pariser Mittheilungen entlehnte Geschichte

Vor nicht langer Zeit befand sich auf dem Bureau des Advokaten Dumont zu Paris unter andern jungen Leuten auch ein gewisser Anatole Didot, welcher ein Mensch von guten Fähigkeiten und exemplarischem Lebenswandel war. Allen Ausschweifungen und Thorheiten seiner Collegen sorgsam aus dem Wege gehend, still und bescheiden sich selber lebend und die Zeit seiner Muße einer streng wissenschaftlichen Ausbildung widmend, hatte er nur eine, wie es schien, unter seinen Umständen ganz unschädliche und wenig verfängliche Passion, nämlich die für schöne Pferde. Wie Andere das Theater, die Musik oder die Karten liebten, so liebte er diese edlen, schönen und prächtigen Geschöpfe, deren Anblick sich zu verschaffen er weder Wege noch Mühe scheute. Am Morgen, besonders im Sommer, stand er schon früh mit dem Tage auf, nur, um das Vergnügen haben zu können, auf dem Gange zum Bureau diejenigen Plätze und Straßen zu durchwandern, von denen er wußte, daß sie den Bereitern vornehmer Herren als Passage oder auch als Tummelplatz ihrer Reiterexercitien dienten. Mittags versäumte er oft, beim Verfolgen dieses oder jenes, auf stolzem Thiere einhertrottirenden Cavaliers sein spärliches Mittagsbrot, und Abends war er regelmäßig, selbst bei schlechtem Wetter eine oder zwei Stunden vor dem Dunkelwerden auf den Boulevards, im Bois de Boulogne oder an andern Orten zu finden, die durch eine lebhafte Passage von

Connection lost

Reconnecting to the server…

Reconnect failed. Trying again in seconds.

We couldn't reconnect to the server. Retry, or reload the page.

The session was paused by the server.

The session couldn't be resumed. Please reload the page.