Die k.u.k. Militärpolizei Belgrad
Der nachstehende Bericht über den ersten Versuch einer Polizeiausstellung konnte nur infolge einiger Wendungen, die hier nicht einfach weggelassen, sondern in Klammern gesetzt werden, die Kriegszensur passieren. Im Serbischen Pavillon der Wiener Kriegsausstellung stellt die k. u. k. Militärpolizei Belgrad ihr Licht nicht unter den Scheffel, sondern aus. Das war noch nicht da, selbst in Wien nicht, wo die Polizei (eine Zeitlang) nur arbeitet(e), um von sich reden zu machen, um gute Presse zu haben, und nicht begriff, daß die beste Polizei die ist, von der man am wenigsten spricht; wehe der Stadt oder dem Lande, deren Polizei nach täglicher Kritik giert, schlimm stünde es (hätte sie sonst nichts aufzuweisen) mit der k. u. k. Militärpolizei Belgrad, die ihre Rezensionsexemplare vor der Drucklegung, das heißt schon vor dem Friedensschluß, in den Erscheinungsort der hauptstädtischen Tageszeitungen schickt. Ein Kriminalmuseum als öffentlich zu erklären ist – auch wenn die Verbrechermethoden, wie hier die serbischen, keinen modernen Anschauungsunterricht geben – etwas Zweischneidiges: Der Besucher, der nicht gewillt ist, seine Sympathien der Polizei abzuliefern, wird sie ihren Gegnern widmen. Und mancher sieht manches, was an den Wänden und in den Vitrinen nicht zur Schau steht, und diese fehlenden Objekte ziehen seine ganze Aufmerksamkeit an sich. Das Besondere an der