2502
# 2502
»Es sieht aus, als seien wir gescheitert.« Die Worte des Akademieleiters fielen bleischwer in den Versammlungsraum. Man hätte eine Stecknadel fallen hören können, so bewegungs- und atemlos starrten ihn die sieben Mitglieder des Direktoriums an. Er räusperte sich. »Zum ersten Mal in der Geschichte der Karl-May-Akademie für Improvisation und Einfallsreichtum, zum ersten Mal in 190 Jahren sind wir offensichtlich gescheitert!«
»Ich bin noch nicht sicher, dass das stimmt«, meldete sich der Direktor der physikalischen Abteilung zu Wort. »Zugegeben, unsere beiden besten Physikerinnen, die Zwillinge Bohrenberg, konnten noch keine Möglichkeit finden, den Hochstapler zu entlarven, aber sie sind sicher, dass die von ihm angeblich unternommene Zeitreise nicht möglich ist. Dieser Goethe ist nicht Goethe! Wir müssen das doch beweisen können!«
Ein Blick in die Gesichter der Anderen im Raum zeigte ihm, dass wohl niemand seinen Optimismus teilte. »Vielleicht hilft es, wenn wir noch einmal die Geschehnisse gründlich rekapitulieren«, schlug er vor.
»Nun gut, wenn niemand einen besseren Vorschlag hat«, entgegnete der Akademieleiter, setzte sich und begann: »Am 28. August 2499, am 750. Geburtstag von Johann Wolfgang von Goethe, tauchte im Technoseum der Museumsstadt Frankfurt ein Mann auf, der sich für diesen Dichter der frühtechnischen Antike ausgab. Er behauptete, durch eine