2449
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Detektiv Maier konnte nur noch den Kopf schütteln. Da hatte man ihnen diesen angeblichen Superbullen geschickt, damit er den Raub des Jahrzehnts aufklärte, und anstatt mit modernsten Geräten zu arbeiten, schnüffelte der am Tatort rum – im wahrsten Sinne des Wortes. Seine extrem lange Nase hielt er nahe an die Vitrinen, zog tief die Luft ein, oft mit geschlossenen Augen – Maier konnte es nicht mehr ertragen. Er verließ den Keller und ging in sein Büro, um noch einmal die Aussagen der Verdächtigen durchzugehen. Es war eine Katastrophe! Seit der Eröffnung der Ausstellung im Frühjahr 2448 hatte der »Jüdische Schatz« fast ein Jahr lang die Massen in die *Alte Synagoge *nach Erfurt gelockt – 450 Jahre, nachdem er im Rahmen einer Baumaßnahme gefunden worden war. Und nun, drei Tage vor der Finissage am 21. März 2449, genau 1.100 Jahre nach dem Pestpogrom, das der Besitzer, der Geldverleiher und Bankier Kalman von Wiehe, wohl nicht überlebt hatte, waren zwei wertvolle Stücke gestohlen worden!
Dabei sollte das unmöglich sein. Das »Solare Kulturerbe Erfurt« bestand aus der alten Synagoge, einem jüdischen Ritualbad, Mikwe genannt, einer bebauten Brücke und einem ehemaligen Kloster, in dem ein berühmter Kirchenmann gewohnt haben sollte – Maier konnte und wollte sich die historischen Einzelheiten nicht merken. Ihn interessierte nur die Sicherheit, und die hatte er bisher als