Chapter

Kapitel I

Himmel und Hölle, ich habe keine Wahl mehr! Und ist das, was mir zuweilen warnend ins Ohr raunt, die Stimme der Vernunft, so gibt's keinen Ratgeber, der seine Sache so verkehrt führte, wie gerade sie! Warum sprach sie nicht früher, als es noch Zeit war; warum sagte sie nicht damals zu mir: dieses Weib da, dessen Handschuh du in der Loge von San Carlo auffingst, das dir so kalten Dank sagte, als du ihn ihr im Zwischenakt überbrachtest – dieses Weib ist ein Brander, der jeden Abend um Sonnenuntergang auf der Promenade zum Posilipp dahinfährt, um alle zündbaren Geister der Gesellschaft in Flammen zu setzen, gefährlicher als der Vesuv, dessen glühende Ströme, wenn sie zurückkehrt, ihr Auge mit so viel verwandtschaftlichem Interesse bewundert! Dieses Weib ist eine jener fessellosen Abenteurerinnen des Highlife, die in unweiblicher Selbständigkeit trotzig ihre großen Bahnen wandelnd und, unempfänglich für die geräuschlosen Freuden des Familienlebens, nur Genüge für ihre Eitelkeit in dem Phosphorglanz finden, den ihre Schönheit inmitten einer kosmopolitischen, ihnen fremden Gesellschaft ausstrahlt... Damals war es Zeit, ja selbst damals noch, als ich, immer wieder sie suchend, ihr täglich auf der Riviera begegnete und sie von mir kaum mehr Notiz nahm als von all den übrigen, die, wie ich, unter ihren Augen bluteten... Damals fand ich sie eben nur schön, anbetungswürdig schön, aber

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