Chapter

Erster Aufzug

Die Nachtigallen Viele Vogelstimmen - besonders Nachtigallen - sind zu hören - erst leiser - und dann immer lauter und heftiger. Währenddem geht der Vorhang langsam in die Höhe, und ein Nachthimmel mit unzähligen flimmernden Sternen ist zu sehen. Zu beiden Seiten der Bühne werden allmählich hohe Rosenhecken, Myrthen- und Oleandergebüsche sichtbar. Der weiße, unregelmäßig mit schwarzen zackigen Sternen übersäte Fliesenboden geht weit in den Hintergrund hinein und wird langsam immer heller. Rechts liegt auf einer Marmorbank der Dichter mit einer Guitarre im Arme. Der Dichter hat einen blonden wohlgepflegten Spitzbart, aber seine Kleider sind braun und grau und sehr vernachlässigt. Er sieht die Coulissen an und schüttelt den Kopf, sieht das Publikum an und erschrickt - es ist ein sehr junger recht leichtsinniger Dichter. Eine Sternschnuppe zieht langsam schräg durch den Himmel. Der Dichter erhebt sich hastig. Die Gegend ist ziemlich dunkel, nur die weißen Fliesen leuchten, sodaß die schwarzen zackigen Sterne recht deutlich aus dem Fliesenboden heraustreten. Leise Sphärenmusik ertönt. Die Nachtigallen sind immer noch zu hören, doch die Vögel sind nicht mehr so laut wie am Anfange. Der Dichter setzt sich wieder auf die Marmorbank und begleitet die Sphärenmusik mit Guitarrenklängen. Eine zweite und dritte Sternschnuppe durchzieht den Himmel. Die Nachtigallen verstummen. Die

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