Erstes Kapitel
Zu dem Eutinschen Kaffeehause weit draußen in der Platanenallee war heute ein bemerkenswerter Zugang festzustellen, und das große, sogenannte blaue Zimmer, in welchem regelmäßig am ersten Dienstag jedes Monats die Börse der Philatelisten oder Briefmarkenfreunde abgehalten wurde, war schon voll von Menschen, die in einer seltsamen Unruhe sich hier herumtrieben, ohne sich nur einmal in vernünftiger Weise niederzusetzen. Es waren übrigens nur Männer, die sich hier einfanden, und sie schienen in ungeduldiger Erregung auf irgend etwas zu warten. Auf den kleinen Marmortischchen standen überall, unordentlich zerstreut, die halbgeleerten Kaffeetassen und Wassergläser, dazwischen blanke Sahnekännchen, Aschenschalen und Teller mit Resten von Kuchenstücken, und niemand schien sich darum zu kümmern, wenn nicht gerade einer, hastig an seinen Platz zurückkehrend, im Stehen etwas Kaffee zu sich nahm oder unachtsam die Asche seiner brennenden Zigarre an dem Porzellanteller abstreifte. Das wirre Durcheinander der Stimmen durchdrang zuweilen der schrille Ruf des Kellners, der sich mühsam mit seinem Geschirr einen Weg durch die Menge bahnte und forderte, ihm Aufmerksamkeit zu schenken und Platz zu machen. Unter den zahlreichen Besuchern dieser Briefmarkenbörse gewahrte man vor allem den Herrn Leonhard Kaubisch, Inhaber der Vereinigten Stahlwerke, der durch seine stattliche Größe, sein