Chapter

Kapitel 1

Am Wahltage war es über mich gekommen. An dem warmen kalifornischen Nachmittage war ich von der Ranch nach dem Mondtal geritten, um im Dörfchen für oder gegen eine Menge beantragter Änderungen in der Verfassung des amerikanischen Staates Kalifornien zu stimmen. Der Wärme wegen hatte ich schon vor der Abstimmung mehrere Gläser getrunken, und hinterher kamen noch verschiedene. Dann ritt ich über die weinbewachsenen Höhen und wogenden Weiden heim und kam gerade rechtzeitig, um noch ein Glas zum Abendbrot zu bekommen. »Wie hast du zum Frauenwahlrecht gestimmt?« fragte Charmian . »Dafür.« Sie ließ einen überraschten Ausruf hören. Denn ich will nicht verschweigen, daß ich in meinen jüngeren Jahren, obgleich glühender Demokrat, stets gegen das Wahlrecht der Frauen gestimmt hatte. Als ich später toleranter wurde, erkannte ich in ihm ohne Begeisterung ein unumgängliches Glied in der sozialen Entwicklung. »Wieso hast du denn dafür gestimmt?« fragte Charmian. Ich antwortete. Ich antwortete ausführlich. Ich antwortete ärgerlich. Je mehr ich antwortete, desto ärgerlicher wurde ich. (Nein, ich war nicht betrunken. Der Gaul, den ich geritten hatte, hieß nicht ohne Grund der ›Geächtete‹. Ich möchte den Betrunkenen sehen, der den reiten könnte.) Und doch war ich – wie soll ich es nennen? – in gehobener Stimmung, ich fühlte mich ›sauwohl‹, hatte einen kleinen Schwips. »Wenn die Frauen das

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