Gespräch zwischen mir und Herrn Professor Schwab
(Die Szene ist auf des Kandidaten Zimmer.) Herr Professor (nachdem er Mantel und Hut abgelegt) – ? Und wie geht es Ihnen? Kandidat Ich danke sehr. So ziemlich gut – bis auf einen gewissen Punkt. Aber erlauben Sie, daß ich vor allem ein Licht bringe und die Laden schließe. Prof. Ei, lassen Sie es! Es ist noch viel zu hell. Kandidat Nun ja! wiewohl es der Feierlichkeit des Gegenstands, den ich Ihnen vorzutragen habe, kuriositätshalber vortrefflich anstehen müßte, wenn wir bei hellem Tag Lichter brennten und alle Türen verriegelten. Prof. Wieso?! Kandidat Daß ich es Ihnen auf einen Streich sage: Der ganze Franckhsche Handel reut mich, so viel ich Haar auf dem Kopf habe. Prof. Ja – was – ist da zu machen? – Wie kommt es denn? Kandidat Ich muß Ihnen gestehen, daß mich gleich von vornherein bei den Einleitungen und als ich hörte, worin mein Geschäft bestehen würde, ein kleiner Frost anwandelte, den ich aber nicht bemerken wollte, weil sich einmal doch eine Auskunft anbot und mir keine bessere Wahl blieb. Ich dachte mit geheimem Widerwillen an das Zeitungsmanufakturwesen, an Buchhändlerabhängigkeit, an das Notleiden meiner eigenen Poesie: aber die 600 f. schwebten mir wie mit goldenen Ziffern vor und der Kirchenrock immer noch wie ein Gespenst. Ich überredete mich, das Zeitungsgeschäft als Nebensache betreiben und meine anderweitigen Arbeiten im Dramatischen, die Hohenstaufen, immer