Chapter

Kleine Hausmenagerie

Ich habe mein Leben lang außerordentliches Gefallen an allen Tieren, besonders aber an Katzen gehabt. Diese Vorliebe zeigte sich bei mir schon lange, bevor ich das Abc konnte. Meine früheste Erinnerung dieser Art geht auf unsere Übersiedlung nach Paris zurück. Wir kamen von Tarbes und ich war damals drei Jahre alt. Ein Heimweh, wie man es bei einem Kinde nicht für möglich halten sollte, bemächtigte sich meiner. Ich sprach nur unsere Mundart, und diejenigen, die sich auf französisch ausdrückten, zählten nicht zu den Unsern. Oft wachte ich mitten in der Nacht auf und wollte wissen, ob wir nicht bald abreisen und heimkehren würden. Keinerlei Naschwerk lockte mich, kein Spielzeug zerstreute mich. Trommeln und Trompeten vermochten nichts über meinen Trübsinn. Unter den heimischen Dingen und Wesen, die ich schmerzlich vermißte, war auch ein Hund namens Cagnotte, den wir nicht hatten mitnehmen können. Seine Abwesenheit betrübte mich dermaßen, daß ich eines Morgens meine Bleisoldaten, mein Nürnberger Dörfchen mit den buntbepinselten Häuschen und meine knallrote Geige zum Fenster hinauswarf und mich eben anschickte, auf demselben Wege nachzufolgen, um schneller nach Tarbes, zu den Gascognern und Cagnotte zurückzugelangen. Man erwischte mich noch rechtzeitig am Schlafittchen, und Josefine, meine Wärterin, hatte den Einfall, mir zu sagen, daß Cagnotte, dem ohne mich die Zeit zu lang

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