Erster Theil.
Jedermann hält jezt seine Blike auf den französischen Adel geheftet. Die Stimmen sind über die Frage getheilt: ob man diese Menge von Unglüklichen fürchten oder bemitleiden müsse. Man kann ihnen sein Mitleiden nicht versagen; denn ist es nicht für sie ein großes Unglük, ihr Vermögen, ihr Vaterland, ihre Gewohnheiten, ihre Lebensart, ihre Sitten zu verlieren; ohne Unterstüzung, ohne Schuz, ohne Mittel sich beides zu erwerben, mit dem Hasse des Volkes beladen, das sie ausstieß, von dem Mißtrauen des Volkes empfangen, das sie aufnimmt, gleichsam in eine ganz neue Welt einzutreten, deren Sprache sie nicht einmal verstehen? Wahrlich, das Glük hat viel zu thun, wenn sie ihren Verlust vergessen sollen! Aber wie viele Einzelne mögen nicht unter ihnen seyn, denen auch die Hoffnung fehlt, daß jemals das Glük etwas für sie thun könne; bei denen Vermögen und Vaterland das Wenigste waren, was sie verloren; die bei der Auswanderung ihren theuersten Gefühlen und ihren schönsten, von Liebe, Freundschaft, Natur und Tugend geschlossenen Verbindungen entsagen mußten; die bei dem ersten Schritte über die Gränze ihres Vaterlandes fühlten, daß die feinsten Fasern der Zufriedenheit in ihrer Seele auf immer zerrissen! Wie Viele mag ihr Unstern nicht mit in den allgemeinen Fall ihres geachteten Standes verwikelt haben, für die nun Vernunft und jedes Gefühl vergebens Schonung fordern! Gewiß wird man