Erster Teil
Die ganze Nachbarschaft war einstmals ein Eigentum, und das, was jetzt den Hof Segelfoß ausmacht, war der Hauptsitz. Damals war Segelfoß nach nordländischen Verhältnissen ein ganzes Gut mit fünfzig Kühen, außerdem hatte es ein Sägewerk, eine Wassermühle, eine Ziegelei und viele Quadratmeilen Wald. Damals herrschte ein großes Leben von Dienstvolk und Häuslern und Müßiggängern auf dem Hofe, damals gab es auch Tiere im Überfluß, außer der großen Viehherde Pferde und Hunde, Katzen und Schweine, und längs der ganzen Rückseite der Scheune befand sich eine Stadt für Hühner und Gänse. Ja, dazumal soll es hier flott zugegangen sein! sagen die alten Leute noch jetzt und erinnern sich dessen, was ihre Eltern aus ihrer Kindheit erzählten. Der Besitzer war Herr Willatz Holmsen, ein dicker und geiziger Herr, der einmal Diener gewesen war. Er kaufte für billiges Geld einen Hof nach dem anderen in der Nachbarschaft auf und bekam am Schluß so das Gut zusammen. Er hatte schließlich auch einen großen Handelsund Schiffahrtsbetrieb, er legte die Ziegelei an, die Wassermühle und das Sägewerk – lauter nützliche Unternehmungen. Selbiger Herr Willatz Holmsen war ein Norweger, wie wir Norweger sind, aber er trug eine Uniform und sprach Dänisch. Während des Frühlingsund des Herbstthings saß er mit goldenen Schnüren und einem Säbel geschmückt da, er konnte lesen und schreiben, er war Richter, er richtete