In Indien
Hallo, Cassim – he, sei brav, hoppla, oho – T . . . . . noch mal, meinetwegen go on!« Und dahinsauste das herrliche Tier, und das schwarze, koboldartige Geschöpf auf seinem Rücken feuerte es mit Schnalzen und kurzen Rufen zu immer rasenderem Laufe an. Es war ein harter Kampf zwischen Mensch und Tier gewesen, jeden Augenblick hatte man gefürchtet, das Menschenkind kopfüber hinunterfliegen zu sehen, aber es war wie festgewachsen mit dem herrlichen Araber, und jetzt sah man beide nur noch als kleinen fliegenden Punkt weitab vom Schauplatz des Kampfes. »Man« waren die beiden Zuschauer: ein Weib, in ärmlicher Dienertracht, barfuß und barhaupt, und ein Mann Mitte oder Ende der Dreißiger, beinahe schwarz gebrannt von der indischen Sonne, mit düsteren, schwarzen Augen zwischen starken Brauen. Er saß auf dem Stumpf eines abgehauenen Teakbaumes und hatte die Arme über der Brust gekreuzt, während das Weib wild mit den Händen in der Luft herumfocht. »Jesus, Jesus, Master Franz, es kommt nicht wieder, es bricht den Hals, ich hab's gesagt.« »Rede doch nicht solchen Unsinn, Maria, es kommt schon wieder, gestern war's gerade so.« »Ja, und morgen wird es ebenso sein und so jeden Tag, und ich schlafe nicht mehr und ängstige mich tot um das Kind.« Maria schlug die Hände vor das braune Gesicht, ließ sie aber ebensoschnell wieder sinken und setzte beinahe triumphierend hinzu: »O, Master Franz ist