United Chemical
United Chemical. In Riesenlettern leuchtete von allen Etagen des Wolkenkratzers das Wort. Und tatsächlich waren sämtliche Räume des gigantischen Baues nur von Büros des großen amerikanischen Chemiekonzerns besetzt. Die Buchstaben glänzten noch in frischen Farben. Der Zusammenschluß der beiden größten Gesellschaften, der Western Chemical und der Central Chemical, war erst vor einem knappen halben Jahr erfolgt. Der Mann, der das Unmögliche möglich gemacht hatte, die beiden Konzerne, die sich jahrelang bis aufs Blut bekämpft hatten, zu einer Gesellschaft zusammenzuzwingen, war James Headstone. In einem kleinen Raum im elften Stock saßen Headstone und sein Mitarbeiter Brooker mit einem Dritten zusammen. Schweigen herrschte in dem Zimmer. Headstone blickte beharrlich auf die gegenüberliegende Wand, als ob die bizarren Linien der Seidentapete sein ganzes Interesse gefangennähmen; nur daß die schmalen Lippen über dem massigen Kinn sich immer schärfer zusammenpreßten, verriet, daß er angestrengt nachdachte. Elias Brooker, sein Partner – sein Gegenpart ungefähr in allen anderen Dingen bis auf einen gleich gut entwickelten Geschäftssinn –, überflog mit nervösem Bleistift eine Zahlenaufstellung. Wie an einem Magneten hingen die Blicke des Dritten an dem Stift. Je mehr dieser sich der Schlußsumme näherte, desto unruhiger wurden seine Augen; immer tiefer sank er in sich zusammen, duckte