Einleitung des Übersetzers
Die beispiellose volkswirtschaftliche Entwickelung der Vereinigten Amerikanischen Freistaaten hat eine in der Geschichte der neueren Zeit bis dahin unbekannte Klasse von Männern hervorgebracht: die Billionäre. Gegenüber den Reichtümern dieser Klasse erscheinen selbst die Reichtümer der altrömischen Kaiserzeit von nur mäßigem Umfange, und das um so mehr, als viele der nach Billionen zählenden ungeheuren amerikanischen Vermögen nicht im Laufe und durch die Arbeit mehrerer Generationen, sondern durch den Fleiß, die Intelligenz und die Sparsamkeit eines einzigen Mannes erworben wurden. Ein geradezu klassisches Beispiel für das, was ein mit den nötigen Eigenschaften ausgerüsteter Geschäftsmann in einer verhältnismäßig kurzen Zeitspanne unter amerikanischen Verhältnissen zu leisten vermag, ist der Schotte Andrew Carnegie. Er ist am 25. November 1837 zu Dunfennline, einer der ältesten und geschichtlich merkwürdigsten Städte Schottlands, als der Sohn eines armen Webers geboren. Sein Vater und dessen Bruder – Andrews Oheim – waren beredte Anhänger der Chartisten-Bewegung; sie hatten keine große Achtung vor königlichem Blut; »noch heute« – so bekannte nicht unlängst der Billionär Carnegie – »steigt mir das Blut zu Kopf, wenn ich von einem König oder irgend einem anderen erblichen Vorrecht reden höre.« Die Familie Carnegie war eine Familie von Republikanern. Vierzig Jahre später gab